Herr Meyer




Der Meyerspapagei (poicephalus meyeri) gehört zu der Gattung der Langflügelpapageien und wird aufgrund der Gelbfärbung seiner Flügelränder auch als Goldbugpapa- gei bezeichnet.


Er wurde erstmals 1827 im Sudan von Rüppel entdeckt. Benannt wurde er von Cretzschmar nach dem befreun-deten, deutschen Botaniker und Ornithologen Hofrat Dr. med. Bernhard Meyer (1767-1836).

Dieser kleine, recht unscheinbar gefärbte, kurzschwän- zige Papagei ist, je nach Unterart, etwa 21 bis 24 cm groß, wird zwischen etwa 100 und 170 Gramm schwer und bis zu 35 Jahre alt. Die Grundfarbe ist grau- bis schwarzbraun. Bei vier Unterarten sind gelbe Federn am Kopf in zu finden. Bei zwei Unterarten fehlen diese. Unterbrust- und Bauchgefieder sind, wieder - je nach Unterart - bläulichgrau, blaugrün, grün oder hellblau. Rücken und Bürzel sind hellblau, blau oder blaugrün. Die Füße, der Schnabel und die Nasenhaut sind dunkel- grau. Die Iris ist orangerot.

Bei den Jungvögeln ist die Färbung grünbraun ohne Gelb. Die Iris der „Knopfaugen“ ist dunkelbraun. Jungvögel sind so leicht von Altvögeln zu unterscheiden. Mit ca. 18 Monaten entwickelt der Vogel erste gelbe Federn. Vollständig ausgefärbt sind Meyerspapageien erst mit ca. 8 Jahren.
Eine Geschlechtsbestimmung der Tiere ist nur mittels einer DNA-Analyse (durch Blut oder Federanalyse) möglich.

Die sechs Unterarten:
Poicephalus meyeri meyeri
Poicephalus meyeri saturatus
Poicephalus meyeri matschiei
Poicephalus meyeri reichenowi
Poicephalus meyeri damarensis
Poicephalus meyeri transvalensis